IQ NRW Teilprojekt: "IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete in den Integration Points Herford/Minden"

Fallbeispiele

Der Medizinisch-technischer Radiologieassistent aus Albanien benötigt eine Anpassung von 1125 Stunden

Inhaltlichen Ausbildungsunterschiede der Ausbildung mit dem der deutschen Ausbildung der Medizinisch-technischen Radiologieassistenz können Mithilfe eines Anpassungslehrgangs ausgeglichen werden

 D.G. ist im Januar 2018 mit einem sechsmonatigen Sprachvisum aus Albanien in Deutschland eingereist. Im Jahr zuvor hat der 1993 geborene D.G. in seiner Heimat sein 5-jähriges Studium an der Universität von Tirana mit dem Abschluss „Bachelor ne Imazheri“ beendet.

Bereits in Albanien hat sich D.G. über den deutschen Arbeitsmarkt sowie seien individuellen Zugangsmöglichkeiten erkundigt. Hierzu hat er viele Stunden im Internet recherchiert und sich einen ersten Überblick zum sog. Anerkennungsgesetz verschaffen können. Erste Schritte zur Anerkennung seines Berufs in Deutschland kann er theoretisch auch gut nachvollziehen, allerdings gibt es noch viel Fragen, deren Antworten im Internet ihn nicht zufriedenstellen. Im Zuge seiner Recherchen ist er auf die MOZAIK gGmbH gestoßen, die in diesem Zusammenhang die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in den Kreisen Herford und Minden-Lübecke durchführt, welche er kontaktiert, um sich bei allen weiteren erforderlichen Schritten unterstützen zu lassen. Bereits im Februar wird mit der IQ Beraterin von MOZAIK ein kostenloser Termin für die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung vereinbart. In der intensiven Erst- und Verweisberatung informiert die Beraterin D.G. zunächst über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG). Dann werden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags geklärt. Nachdem D.G. alle notwendigen Informationen zum sog. Anerkennungsgesetz erhalten hat, entscheidet er sich dafür einen Antrag auf Gleichwertigkeit seiner Ausbildung mit dem deutschen Ausbildungsberuf des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten zu stellen. Gemeinsam mit D.G. stellt die Beraterin alle notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung beim Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie NRW (LPA) bei der Bezirksregierung Düsseldorf, welche die zuständige Stelle für die Antragsstellung ist, zusammen.

Nachdem der Antrag Mitte Februar bei der LPA eingegangen ist, erhält D.G. Ende März ein Zwischenbescheid. Aus dem Zwischenbescheid geht hervor, dass eine annähernde Gleichwertigkeit der albanischen Ausbildung mit dem der deutschen Ausbildung des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten nicht vorliegt. Der Gesamtumfang des theoretisch-praktischen Unterrichts und der der praktischen Ausbildung erfüllt nicht die geforderte Stundenzahl aus der deutschen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Insgesamt müssten noch ca. 1125 Stunden nachqualifiziert werden, um die volle Gleichwertigkeit zu erhalten.

Nach Erhalt des Zwischenbescheids meldet sich D.G. bei MOZAIK und vereinbart mit der Beraterin einen Termin zur Qualifizierungsberatung. Gemeinsam gehen sie den Zwischenbescheid durch. D.G. hat die Möglichkeit zwischen einem Anpassungslehrgang oder einer Eignungsprüfung zu wählen, um die wesentlichen Unterschiede auszugleichen. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch entscheidet er sich für einen Anpassungslehrgang.

Nach erfolgreichem Ausgleich der bestehenden Unterschiede hätte D.G. die Möglichkeit als anerkannter Medizinisch-technischer Radiologieassistent zu arbeiten. Weiterhin wird er auf die Möglichkeit des Visums nach § 17a AufenthG* aufmerksam gemacht, um nach Ablauf seines 6-monatigen Sprachvisums, welcher Ende Juni 2018 abgelaufen ist, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten. Nach erfolgreicher Antragsstellung verfügt er zurzeit über ein Visum nach § 17a Aufenthaltsgesetz (AufenthG) bis Ende November 2019.

* Mit dem am 1. August 2015 in Kraft getretenen § 17a Aufenthaltsgesetz (AufenthG) erhalten Fachkräfte aus Drittstaaten die Möglichkeit, die im Rahmen eines Anerkennungsverfahrens festgestellten wesentlichen Unterschiede durch Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme auszugleichen und dadurch die berufliche Anerkennung bzw. die Berufszulassung in Deutschland zu erreichen. Nach Erlangung der vollen Gleichwertigkeit bzw. der Berufszulassung kann bis zu ein Jahr lang ein Arbeitsplatz gesucht werden. Fachkräfte haben somit die Möglichkeit, sich für eine volle Gleichwertigkeit zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
(Quelle: Leitfaden zu § 17a Aufenthaltsgesetz, 2017)

Um eine Approbation als Arzt in Deutschland zu erhalten, muss ein kasachischer Arzt eine Fachsprach- sowie Kenntnisprüfung absolvieren

Mithilfe einer Qualifizierungsmaßnahme aus dem Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) kann sich ein Arzt aus Kasachstan auf die notwendigen Prüfungen vorbereiten.

W.W. lebt seit 3 Jahren gemeinsam mit seiner Frau und seinem Kind in Deutschland. Gebürtig stammt der 38 jährige aus Kasachstan. Dort hat er seinen Bildungsabschluss erworben und anschließend insgesamt 8 Jahre an der Vinnitsa Nationalen Medizinischen Universität studiert. 2015, kurz bevor er nach Deutschland kam, erwarb er seinen Abschluss als Arzt.

Für W.W. steht es außer Frage, dass er in Deutschland als Arzt arbeiten möchte. Deshalb ist es ihm ein besonderes Anliegen so schnell als möglich die Sprache zu erlernen, denn er ist sich darüber im Klaren, dass er ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht erfolgreich als Arzt arbeiten kann. Er besucht verschiedene Sprachkurse und erwirbt ein B2 Sprachzertifikat. In dieser Zeit erkundigt er sich im Internet, bei Freunden und Bekannten sowie deutschen Ärzten über die Zugangsmöglichkeiten zum Beruf des Arztes in Deutschland. Auch in der Agentur für Arbeit spricht er seinen Wunsch an. Dort wird er durch die zuständige Sachbearbeiterin auf die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung aufmerksam gemacht. Zeitnah wird mit der IQ Beraterin von MOZAIK ein kostenloser Termin für die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung  vereinbart. In der intensiven Erst- und Verweisberatung informiert die Beraterin W.W. zunächst über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG). Dann werden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden  Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags geklärt. Anschließend gehen sie gemeinsam die  Qualifikationen von W.W. aus Kasachstan durch. Hierbei wird W.W. von der IQ Beraterin detailliert zum Thema Approbation, welcher für Ärzte mit ausländischen Qualifikationen zum ausüben des Berufs in Deutschland notwendig ist, informiert. Nachdem W.W. alle notwendigen Informationen zum sog. Anerkennungsgesetz erhalten hat, entscheidet er sich dafür einen Antrag auf Approbation bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen.  Gemeinsam mit W.W. stellt die Beraterin alle notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung zusammen.

Nachdem W.W. den Antrag auf Approbation gestellt hat erkundigt er sich über das IQ NRW Teilprojekt IQua Med des mibeg-Institut Medizin, auf welches er im Rahmen der Anerkennungsberatung verwiesen wurde. Ärztinnen und Ärzte müssen evtl. eine Kenntnisprüfung durchlaufen. Als Vorbereitung zur Kenntnisprüfung können die betroffenen Ärzte und Ärztinnen eine Berufserlaubnis für NRW beantragen. Vor der Erteilung einer Berufserlaubnis ist der Nachweis der Allgemeinsprache und der Fachsprache zu erbringen. Die Fachsprachprüfung wird von der Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Kenntnisprüfung vom Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie (LPA) in Düsseldorf durchgeführt. In diesem Zusammenhang bietet das mibeg-Institut Medizin  Seminarangebote für Anerkennungssuchende in medizinischen Arbeitsfeldern in NRW an. In Zusammenarbeit mit Kliniken  und Praxen werden passgenaue Seminare entwickelt, um Anerkennungssuchende auf die Fachsprachprüfung und Kenntnisprüfung vorzubereiten.

W.W. hat nun die Möglichkeit mithilfe eines Intensivkurs Fachsprache Medizin sowie eines Intensivkurs Humanmedizin als Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung, welche voraussichtlich im Oktober 2018 beginnen, die notwendigen Prüfungen erfolgreich abzulegen.
 

 

Im Rahmen eines 3-monatigen Praktikums gibt es die Möglichkeit festgestellte Unterschiede auszugleichen

Nach der Prüfung auf Gleichwertigkeit der erworbenen Berufsqualifikationen und einschlägiger Berufserfahrungen aus dem Iran stellt die IHK FOSA (Foreign Skills Approval) wesentliche Unterschiede fest und spricht die teilweise Gleichwertigkeit der Qualifikationen von H.J. mit dem deutschen Referenzberuf des Bauzeichners aus. Diese festgestellten Unterschiede kann H.J. mit einem Praktikum ausgleichen und die volle Gleichwertigkeit erhalten.

H.J. flieht aufgrund des Krieges aus seiner Heimat und lebt seit 2015 in Deutschland. Gebürtig stammt der 24 jährige aus Ahwaz, einer Stadt in der Provinz Chuzestan am Persischen Golf. Nachdem er in seiner Heimat zunächst die Grundschule und dann die Oberschule abschließt besucht er für ein Jahr die Islamische Azad Universität. Anschließend absolviert er eine zweijährige Ausbildung zum Bauzeichner in einem Architekturbüro. Er hat dann noch die Möglichkeit weitere zwei Jahre in seinem erlernten Beruf zu arbeiten, bevor er nach Deutschland flieht.

Hier besucht er zunächst einen Integrationskurs, dann einen B1 Sprachkurs und erwirbt zuletzt einen B2 Sprachzertifikat. Erst nach dem Erlernen der deutschen Sprache fühlt er sich sprachlich so gut aufgestellt, dass er wieder in seinem Beruf Fuß fassen möchte. Von den Mitarbeitenden des Integration Point Minden wird er auf die kostenlose IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung der MOZAIK aufmerksam gemacht. Dort hat er die Möglichkeit sich in seiner Herkunftssprache zum Thema des sog. Anerkennungsgesetzes zu informieren. Alle Fragen die er hierzu hat und die bisher nicht zufriedenstellend bzw. nicht ausreichen beantwortet werden konnten, können nun von einer Fachberaterin zu seiner vollen Zufriedenheit beantwortet werden. Nach der ersten telefonischen Kontaktaufnahme mit IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle MOZAIK wird er zeitnah zu einem kostenlosen Beratungstermin eingeladen, bei dem er auf Persisch in der Erst- und Verweisberatung über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) im Allgemeinen und über die Möglichkeiten der Anerkennung seines Berufs im Einzelnen informiert wird. Im ersten Teil werden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags geklärt. Anschließend bekommt H.J. von der IQ Beraterin detaillierte Informationen zur Antragsstellung bei der IHK FOSA (Foreign Skills Approval), welche für die Industrie- und Handelsberufe zuständig ist.

Im letzten Teil der Anerkennungsberatung stellen H.J. und die IQ Beraterin mithilfe der mehrsprachigen Informationsblätter und Checklisten der MOZAIK gGmbH die notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung bei der IHK FOSA zusammen und klären alle weiteren Schritte. Abschließend wird gemeinsam ein Beratungstermin für H.J. bei der örtlichen IHK vereinbart. Dort hat er nochmals die Möglichkeit sich über den deutschen Referenzberuf zu informieren und für alle Dokumente in der Kopie Beglaubigungen geben zu lassen, welche zur Antragsstellung bei der IHK FOSA notwendig sind. Nach der Klärung der Kostenübernahme durch den Integration Point wird der Antrag bei der IHK FOSA in Nürnberg gestellt.

Im Dezember 2017 liegt H.J. der Bescheid der IHK FOSA vor. Unter Berücksichtigung der ausländischen Ausbildung und der einschlägigen Berufserfahrung führte das Verfahren zur Feststellung der Gleichwertigkeit im Ergebnis zu einer teilweise Gleichwertigkeit mit dem Deutschen Referenzberuf. Die wesentlichen Unterschiede liegen im Bereich der Zusammenarbeit mit Behörden und anderen am Bau Beteiligten. H.J. hat nun die Möglichkeit diese wesentlichen Unterschiede mit einem dreimonatigen Praktikum auszugleichen.

Mithilfe der MOZAIK Beraterin hat er bereits verschiedene Unternehmen in Minden zwecks Praktikumsstelle angeschrieben und wartet auf eine positive Rückmeldung.

Erfolgreiche Gleichwertigkeitsfeststellung für den Weiterbildungsberuf des geprüften Controllers

Bachelor Abschluss in Betriebswirtschaftslehre aus Syrien sowie einschlägige Berufserfahrung über 9 Jahre führen zur vollen Gleichwertigkeit mit dem deutschen Weiterbildungsberuf des geprüften Controllers

A. A., 1982 in Syrien geboren, lebt seit 2015 im Kreis Minden-Lübbecke. Vor seiner Flucht aus Syrien nach Deutschland arbeitete er 9 Jahre als Betriebswirt. Hierfür studierte er in Syrien 4 Jahre lang an der staatlichen Universität in Damaskus Betriebswirtschaftslehre und schloss sein Studium 2005 erfolgreich ab. In Deutschland angekommen möchte er eine seinen Qualifikationen entsprechende Tätigkeit ausüben. Kann er direkt auf dem Arbeitsmarkt nach einer Arbeit suchen, oder muss er eine Ausbildung machen? Muss er evtl. nochmal studieren? Im Internet macht er sich auf die Suche nach Antworten und Informationen, um herauszufinden was er tun muss, um in Deutschland arbeiten zu können. Dort stößt er auf eine Fülle von Information zum Thema Arbeiten in Deutschland. Auch einige Teilnehmende aus seinem Sprachkurs können ihm viele Informationen geben. Am Ende sind es zu viele Informationen, sodass A. A. den Überblick verliert und immer noch nicht so genau weiß, was er tun muss, um im erlernten Bereich arbeiten zu können. Einzig ein Teilnehmender aus seinem Sprachkurs, der zuvor eine IQ Anerkennungsberatung zu seinen beruflichen Qualifikationen aus seinem Herkunftsland aufgesucht hatte, kann ihm weiterhelfen, indem er die Kontaktdaten der IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete im Integration Point Minden an ihn weitergibt. Nach der ersten telefonischen Kontaktaufnahme mit IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle MOZAIK wird er zeitnah zu einem kostenlosen Beratungstermin eingeladen, bei dem er auf Arabisch in der Erst- und Verweisberatung über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) im Allgemeinen und über die Möglichkeiten der Anerkennung seines Berufs im Einzelnen informiert wird. Im ersten Teil werden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags geklärt. Anschließend bekommt A. A. von der IQ Beraterin detaillierte Informationen zur Antragsstellung bei der IHK FOSA (Foreign Skills Approval), welche für die  Industrie- und Handelsberufe zuständig ist.

Im letzten Teil der IQ Beratung stellen A. A. und die IQ Beraterin mithilfe der mehrsprachigen Informationsblätter und Checklisten der MOZAIK gGmbH die notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung bei der IHK FOSA zusammen und klären alle weiteren Schritte. Abschließend wird gemeinsam ein Beratungstermin für A. A. bei der örtlichen IHK vereinbart. Dort wird A. A. über den Weiterbildungsberuf aufgeklärt und über die guten Aussichten des geprüften Controllers auf interessante Tätigkeiten im Management von Unternehmen, gute Aufstiegschancen und gute Verdienstmöglichkeiten hingewiesen. Nach der Klärung der Kostenübernahme wird der Antrag bei der IHK FOSA in Nürnberg gestellt.

Nach der Antragsstellung und der Prüfung seiner erworbenen Qualifikationen sowie seiner in Syrien erworbenen einschlägigen Berufserfahrung wurde festgestellt, dass die volle Gleichwertigkeit mit dem deutschen Weiterbildungsberuf des geprüften Controllers vorliegt. A. A. hat nun die Möglichkeit sich gezielt auf dem Arbeitsmarkt als Fachkraft im Bereich des festgestellten Referenzberufs zu bewerben und zu arbeiten.

Syrischer Elektrotechniker erhält aufgrund der vollen Gleichwertigkeit Arbeit in seinem erlernten Beruf

Infolge der Anerkennung der ausländischen Qualifikationen aus Syrien ist die Arbeitsaufnahme im erlernten Beruf gesichert

Herr A. ist 1993 in Syrien geboren und lebt nach seiner Flucht aus Syrien seit Ende 2015 im Kreis Minden-Lübbecke. In seiner Heimat besuchte Herr A. 6 Jahre lang die Grundschule und 3 Jahre lang die syrisch-technische Sekundarschule. Anschließend absolvierte er am staatlich-technischen Institut in Damaskus eine 2-jährige Ausbildung im Bereich Elektrotechnik. Kurz nach seinem Abschluss muss er aus Syrien fliehen, sodass er keine Möglichkeit hat in seiner Heimat im erlernten Beruf zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln.

Zum Zeitpunkt seiner Ankunft in Deutschland ist Herr A. 21 Jahre alt und hochmotiviert in Deutschland eine Arbeit in seinem erlernten Beruf zu finden. Durch gut gemeinte Ratschläge von Freunden und Bekannten, die sich schon länger in Deutschland aufhalten, weiß er um die Notwendigkeit der deutschen Sprache. Da ihm aber klar ist, dass das Erlernen einer Sprache kein kurzweiliger Prozess ist, macht er sich gleichzeitig auf die Suche nach Informationen, die ihm helfen können eine Arbeit zu finden. Im Zusammenhang mit seinem Beruf als Elektrotechniker stolpert er immer wieder über den Begriff Ausbildung und ist am Ende fest davon überzeugt, dass kein Weg an einer 3-jährigen Ausbildung vorbeiführt, um in Deutschland arbeiten zu können. Erst im Integration Point Herford wird er von seinem Ansprechpartner, der ihn in seinem Vorhaben unterstützt, aufgeklärt. Anschließend wird er an die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete der MOZAIK gGmbH verwiesen, die regelmäßig die Beratung zu im Ausland erworbenen Abschlüssen in den Integration Points in Herford sowie Minden durchführt.

Zeitnah im April 2016 wird Herr A. zu einem kostenlosen Beratungstermin auf Arabisch in den Integration Point Herford eingeladen. In der Erst- und Verweisberatung wird er allgemein über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) informiert und im zweiten Schritt über die individuellen Möglichkeiten einer möglichen Anerkennung seines Berufs aufgeklärt. Hier werden auch Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags, geklärt. Anschließend werden mit der Beraterin zusammen alle Fragen rund um das Thema Ausbildung erörtert. Nachdem alle Fragen für Herr A. klar beantwortet sind steht fest, dass Herr A. die Möglichkeit hat einen Antrag auf die sogenannte Gleichwertigkeitsprüfung für den Referenzberuf des Elektronikers für Betriebstechnik bei der IHK FOSA in Nürnberg zu stellen.

Gemeinsam mit der IQ Beraterin wird ein Termin bei der örtlichen IHK vereinbart. Dort erhält Herr A. alle notwendigen Beglaubigungen für sein Diplom sowie die Antragsunterlagen für die IHK FOSA, sodass im Anschluss der Beratung  Herr A. den Antrag stellen kann.

Erfreulicherweise erhält Herr A. von der IHK FOSA die volle Gleichwertigkeit für seine Qualifikationen aus Syrien zum Referenzberuf des Elektronikers für Betriebstechnik. Mit diesem Bescheid bewirbt sich Herr A. bei einigen Betrieben in seinem näheren Umfeld und wird von einem dieser Unternehmen in Bad Oeynhausen eingestellt. Herr A. kann nun in seinem erlernten Beruf arbeiten ohne eine (nochmalige) Ausbildung in Deutschland durchlaufen zu müssen.

Volle Gleichwertigkeit im Referenzberuf „Geprüfter Controller“ für iranischen Geflüchteten

Erfolgreiche Anerkennung der Qualifikationen aus dem Iran und Indien

Herr E., 1976 im Iran geboren, lebt seit 2015 im Kreis Minden-Lübbecke. Nach einem erfolgreich absolvierten Abitur besuchte er im Iran die Islamische Azad Universität in Teheran und schloss sein Studium mit einem Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre ab. Anschließend ging Herr E. nach Indien, um an der Sikkim Manipal Universität sein Master zu absolvieren. 2009 schloss er sein dortiges Studium mit dem Abschluss Master of Business Administration ab. Zurück im Iran arbeitete er ca. 8 Jahre lang in der Buchhaltungsabteilung, zeitweilig als Leiter, in einem Unternehmen.

In Deutschland möchte Herr E. gerne im erlernten Beruf weiterarbeiten. Da er zu dem Zeitpunkt noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, dafür aber sehr gute Englischkenntnisse, versucht er auf Englisch im Netz alle möglichen Informationen zum Thema Berufsausübung in Deutschland im Allgemeinen und für sein Berufsfeld im besonderen, herauszufinden. Im Integration Point Herford wird er von seinem Ansprechpartner in seinem Vorhaben, seinen Beruf in Deutschland auszuüben, unterstützt und an die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete der MOZAIK gGmbH verwiesen, welche regelmäßig die Beratung zu im Ausland erworbenen Abschlüssen in den Integration Points in Herford sowie Minden durchführt.

Zeitnah wird Herr E. zu einem kostenlosen Beratungstermin im Integration Point Herford eingeladen, wobei er auf Englisch in der Erst- und Verweisberatung über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) informiert wird. Seine Qualifikationen zugrunde legend wird Herr E. über die individuellen Möglichkeiten einer möglichen Anerkennung seines Berufs aufgeklärt. Mit der Beraterin zusammen werden alle Fragen, die Herr E. im Laufe seiner umfangreichen Recherche aufgelistet hat, aufgearbeitet. Hierbei stehen Fragen wie: „Was bedeutet reglementiert? Trifft es auf meinen Beruf zu? Ich möchte einen Antrag auf Anerkennung stellen, weiß aber nicht wie ich das bezahlen soll? Wer kann mir dabei behilflich sein?“ im Fokus. Nachdem alle Fragen für Herr E. klar beantwortet sind und die Kostenfrage bzw. Kostenübernahme mit dem Ansprechpartner im Integration Point Herford geklärt ist, steht am Ende der ersten Beratung für Herr E. fest, dass er einen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung für den Referenzberuf des Bilanzbuchhalters bei der IHK FOSA in Nürnberg stellen möchte.

Nach Zusammenstellung aller notwendigen Unterlagen wird mit der IQ Beraterin zusammen ein Termin bei der örtlichen IHK vereinbart. Dort erhält Herr E. alle notwendigen Beglaubigungen sowie die Antragsunterlagen für die IHK FOSA, sodass im Dezember 2016 der Antrag gestellt werden kann.

Nach Antragsstellung bei der IHK FOSA meldet sich Herr E. nochmals bei der IQ Beraterin im Integration Point zur Folgeberatung an, da er bezgl. der Antragsstellung ein Schreiben der IHK FOSA erhalten hat und Unterstützung benötigt, um weitere Schritte einleiten zu können. Von der IHK FOSA wird ihm mitgeteilt, dass auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen mit den erworbenen Qualifikationen von Herrn E. ihm empfohlen wird, den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung für den Referenzberuf „Geprüfter Controller“ zu stellen, anstatt wie bisher geplant zum Referenzberuf des Bilanzbuchhalters. Nach gemeinsamer Recherche zum genannten Referenzberuf und Kontaktaufnahme mit der IHK FOSA entscheidet sich Herr E. dazu, die Empfehlung der IHK FOSA anzunehmen.

Der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung für den Referenzberuf „Geprüfter Controller“ wird von der IHK FOSA positiv entschieden, sodass Herr E. die volle Gleichwertigkeit erhält.

Mittlerweile hat Herr E. seine Deutschkenntnisse verbessert und arbeite als Geprüfter Controller.

Geflüchteter Iraker stellt einen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung als Gesundheits- und Krankenpflegerhelfer

Qualifikationen aus dem Herkunftsland sind ausschlaggebend für den Referenzberuf

Herr A. ist 2015 aus dem Irak geflüchtet und lebt seitdem im Kreis Minden-Lübbecke. Im Irak hat er am Technical Institut Dhuok eine 2 jährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger absolviert und anschließend ca. 4 Jahre lang im erlernten Beruf gearbeitet. Auch in Deutschland möchte Herr A. gerne im erlernten Beruf arbeiten. Ihm ist klar, dass das Erlernen der deutschen Sprache ein wichtiger Bestandteil ist, um erfolgreich in seinem Beruf arbeiten zu können. Von Beginn an bemüht er sich, die deutsche Sprache zu erlernen und besitzt mittlerweile ein B1 Sprachzertifikat. Neben dem Besuch der Sprachkurse hat Herr A. versucht Informationen über den Beruf des deutschen Gesundheit- und Krankenpflegers zu sammeln. Auch erkundigte er sich über Voraussetzungen und Möglichkeiten um in seinem Beruf in Deutschland arbeiten zu können. Er erkennt schnell, dass seine Qualifikationen aus dem Irak evtl. nicht ausreichen, um in Deutschland arbeiten zu können. Über einen Bekannten im Sprachkurs erfährt er, dass es in Deutschland ein Gesetz gibt, welches Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen ermöglicht im erlernten Beruf zu arbeiten.  Der Bekannte macht ihn dann auch auf die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete in den Integration Points aufmerksam. Herr A. kontaktiert die Beraterin und wird zeitnah zu einem kostenlosen  Beratungstermin eingeladen, bei dem er auf Kurdisch in der Erst- und Verweisberatung allgemein über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) informiert wird. Anhand seiner Qualifikationen wird Herr A. dann über die individuellen Möglichkeiten der Anerkennung seines Berufs aufgeklärt. Wie zuvor Herr A. schon richtig festgestellt hatte, sind 2 Jahre Berufsausbildung für den Referenzberuf des Gesundheits- und Krankenpflegers nicht ausreichend, womit auch eine Antragsstellung nicht zielführend wäre. Allerdings gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung für den Referenzberuf des Gesundheits- und Krankenpflegerhelfer zu stellen. Für Herr A. ist diese Möglichkeit eine gute Alternative, um zumindest im erlernten Berufsbereich arbeiten zu können. Im weiteren Verlauf der Beratung wurden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags, geklärt.

Herr A. hat letztendlich den Antrag beim Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie NRW (LPA) bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt und wartet zurzeit auf einen Bescheid.

Geflüchtete Ärztin aus Syrien stellt Approbationsantrag bei der Bezirksregierung Detmold

Für das Erlangen der Approbation muss K.N. erfolgreich an der Fachsprachprüfung der Ärztekammer Westfalen Lippe teilnehmen sowie die Kenntnisprüfung beim Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie (LPA) in Düsseldorf absolvieren. Nur so kann sie erfolgreich in Deutschland als Ärztin arbeiten

Frau K.N. flüchtete 2015 aufgrund des Bürgerkrieges aus Syrien nach Deutschland. Zusammen mit Ihrer Familie lebt sie seitdem im Kreis Herford. In ihrem Herkunftsland Syrien studierte K.N. 6 Jahre lang an der staatlichen Universität in Aleppo Medizin und schloss Ihr Studium 2013 erfolgreich ab. Bevor sie aus Syrien flüchtete arbeitete sie für ca. ein Jahr in ihrem erlernten Beruf. In Deutschland angekommen, war es Ihr Wunsch, als Ärztin zu arbeiten. Vorab versucht sie herauszufinden, was Sie tun muss, um als erfolgreiche Ärztin in Deutschland arbeiten zu können. Menschen, die sich zu der Zeit in der gleichen oder ähnlichen Situation befinden, helfen Ihr dabei, erste Informationen über die Anerkennung ihres Berufes in Deutschland herauszufinden.

Schnell wird Ihr klar, dass es zwar Unmengen an Informationen und gut gemeinte Ratschläge gibt, sie aber Schwierigkeiten hat all diese Informationen richtig einzuordnen. Dann wird sie im Integration Point Herford durch den zuständigen Sachbearbeiter auf die kostenlose IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete in den Integration Points aufmerksam gemacht. Hier kommt es zeitnah zu einem Beratungstermin, bei dem Sie auf Arabisch in der Erst- und Verweisberatung über das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) im Allgemeinen und über die Möglichkeiten der Anerkennung ihres Berufs im Einzelnen informiert wird

Im ersten Teil werden Fragen zum formellen Ablauf der Antragsstellung, wie z.B. zuständige Stelle, notwendige Unterlagen zur Antragsstellung, Form der einzureichenden Unterlagen, Fragen zu Kosten und Dauer der Bearbeitung des Antrags geklärt. Anschließend bekommt K.N. von der IQ Beraterin detaillierte Informationen zum Thema Approbation, welcher für Ärzte mit ausländischen Qualifikationen zum ausüben des Berufs in Deutschland notwendig sind. Da die Deutsche Botschaft (z.Zt.) in Syrien keine Legalisation durchführt, kann keine Gleichwertigkeitsprüfung durch die Bezirksregierung durchgeführt werden.  Ärzte/Ärztinnen müssen somit eine Kenntnisprüfung durchlaufen. Als Vorbereitung zur Kenntnisprüfung können die betroffenen Ärzte/Ärztinnen eine Berufserlaubnis für NRW beantragen. Vor der Erteilung einer Berufserlaubnis ist wiederum der Nachweis der Allgemeinsprache und der Fachsprache zu erbringen. Die Fachsprachprüfung wird von der Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Kenntnisprüfung vom Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie (LPA) in Düsseldorf durchgeführt. K.N. wird in diesem Zusammenhang auf das IQ NRW Teilprojekt IQua Med des mibeg-Instituts Medizin verwiesen, die kostenlose Seminarangebote für Anerkennungssuchende in medizinischen Arbeitsfeldern in NRW anbieten. In Zusammenarbeit mit Kliniken und Praxen werden passgenaue Seminare entwickelt, um Anerkennungssuchende auf die Fachsprachprüfung und Kenntnisprüfung vorzubereiten. Im letzten Teil der IQ Beratung stellen K.N. und die IQ Beraterin mithilfe der mehrsprachigen Informationsblätter und Checklisten der MOZAIK gGmbH die notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung bei der Bezirksregierung zusammen und klären alle weiteren Schritte, um den Antrag auf Approbation bei der Bezirksregierung einzureichen.

Aktuell wartet K.N. auf die Antwort der Bezirksregierung Detmold und informiert sich zeitgleich über die Seminare des mibeg-Instituts Medizin. Sie ist hochmotiviert und sicher, dass Sie alle erforderlichen Prüfungen bestehen wird, um als Ärztin in Deutschland arbeiten zu können.

Ingenieur aus Afghanistan stellt einen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung für den Referenzberuf des Bauzeichners

Soll A.N. einen Antrag zur Führung der Berufsbezeichnung stellen oder für die Anerkennung eines Referenzberufs im erlernten Berufsfeld? Oder soll er lieber ein Studium anstreben?

Herr A.N. ist 2015 aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet und wohnt seit dem in Bünde (Kreis Herford). In Afghanistan hat er 5 Jahre lang (bis 2014) die Dawat Universität in Kabul besucht und an der Fakultät für Ingenieurwesen seinen Abschluss als Bauingenieur erworben. Da er mit dem Bildungssystem in Deutschland nicht vertraut war, wusste er zunächst nicht so recht, wie und wo er mit seinem Abschluss eine Arbeit finden kann. Bei der Migrationsberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen-Lippe e.V. (AWO) wird er auf die IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete in den Integration Points Herford/Minden aufmerksam gemacht. Zusammen mit seiner Ansprechpartnerin der AWO vereinbaren sie einen zeitnahen Termin bei der IQ Beratung im Integration Point Herford.

Während der intensiven Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung wurde Herr A.N. von der IQ Beraterin ausführlich zum Verfahren des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG) informiert.

In diesem Zusammenhang wurden Herrn A.N. und seiner Ansprechpartnerin von der AWO die Begrifflichkeiten wie z.B. reglementierte und nicht-reglementierte Berufe und des Gesetzgebungen des Bundes und der Länder im Kontext der Anerkennungsgesetze erläutert. Dieses war insofern von zentraler Bedeutung, weil Herr A.N. Qualifikation mit zu den reglementierten Länderberufen gehört.

Herr A.N. ist mit seinen 26 Jahren für alle individuellen Möglichkeiten zu seinen erworbenen Qualifikationen offen, sodass sowohl ein Antrag bei der Bezirksregierung auf Genehmigung zum Führen der Berufsbezeichnung Ingenieur für Ihn in Frage kommt, als auch eine Antragsstellung bei der zuständigen Kammer, um eine Gleichwertigkeit für den Referenzberuf „Bauzeichner“ zu erhalten. Die Möglichkeit eines Studiums, falls die Genehmigung zur Führung der Berufsbezeichnung nicht erteilt werden sollte, wäre eine weitere Option für A.N. So könnte er mithilfe seiner bereits erworbenen Qualifikationen evtl. einen gleichwertigen Abschluss an einer deutschen Hochschule erwerben.

Nachdem die IQ Beraterin Herr A.N. alle notwendigen Schritte für die Antragsstellung erläutert und alle offenen Fragen bezüglich Dauer, Kosten und Möglichkeiten der Kostenübernahme mithilfe mehrsprachiger Informationsblätter erläutert hat, können nun mithilfe der Checkliste alle notwendigen Unterlagen für die Antragstellung, sowohl bei der Bezirksregierung als auch der zuständigen Kammer,  zusammengetragen werden.

Anschließend wird ein Termin bei der zuständigen Kammer vor Ort vereinbart und Informationen zur Studienberatung der Fachhochschule Bielefeld vermittelt

Herr A.N. ist zuversichtlich, dass er mit seinen Qualifikationen aus Afghanistan eine Möglichkeit finden wird, um in Deutschland als qualifizierte Fachkraft in Arbeit zu kommen. Er wird zunächst einen Antrag bei der IHK FOSA stellen und hofft auf einen positiven Bescheid.

Junger Zahntechniker aus dem Irak strebt „volle Gleichwertigkeit“ an

Herr A. ist im Irak geboren und in jungen Jahren nach Syrien ausgewandert. Aufgrund seines jungen Alters und seinen guten Sprachkenntnissen konnte er in Syrien schnell Fuß fassen und hatte somit die Möglichkeit dort eine Schulbildung mit einem guten Abschluss zu absolvieren. Im Anschluss absolvierte er erfolgreich eine Ausbildung zum Zahntechniker. Da er jedoch aus Syrien fliehen musste, lebt er nun seit 2015 in Bünde (Kreis Herford).

Nachdem der junge Mann von Mitarbeiter/-innen des Integration Points Herford aufgenommen wurde, war schnell klar, dass er mit seinen bereits erworbenen Qualifikationen über gute Möglichkeiten verfügt, um sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt langfristig zu integrieren. Es wurde ein Termin bei der IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle für Geflüchtete im Integration Point Herford vereinbart. Herr A. wurde in der Erst-Verweisberatung ausführlich zu all seinen Möglichkeiten im Kontext der Anerkennungsgesetze beraten. Die Beratung fand in seiner Herkunftssprache (Kurdisch) statt, sodass auch gewährleistet werden konnte, dass das Thema „Gleichwertigkeit“ von dem Ratsuchenden verstanden worden ist. Nachdem die IQ Beraterin Herr A. alle notwendigen Schritte für die Antragsstellung erläutert hatte, offene Fragen zu notwendigen Unterlagen, Kosten im Anerkennungsverfahren mithilfe der mehrsprachigen Informationsblätter, welche seitens des MOZAIK Teams für die Beratung entwickelt worden ist, geklärt wurden, wurde zusammen mit der IQ Beraterin bei der zuständigen Stelle ein Termin vereinbart. Gemeinsam wurden mit Hilfe einer Checkliste allen notwendigen Unterlagen zur Antragsstellung zusammengestellt und an den jungen Mann ausgehändigt.

Herr A. kann nun den Antrag auf Gleichwertigkeit bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, die die in diesem Fall die zuständige Stelle für den Beruf des Zahntechnikers ist, stellen.

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